IMG_20220425_123328

Busy busy busy… Bürokratie

Die Galerie fasst meine letzte Woche ganz gut zusammen. Immer wenn man denkt, man hat es in Japan geschafft mit Papierkram und Stempeln… dann kommt ein neues Formular! Alles in Japan ist immer noch recht verwirrend für mich und ich fühle mich oft holflos, weil ich kaum Japanisch sprechen kann und die Menschen trotzdem einfach weiter auf Japanisch mit mir reden. Mir ist das oft peinlich und ich wünschte ich könnte die Sprache besser… Heute war ich auf dem Pfad des Bankkontos in Japan. Ohne registrierte Adresse geht da gar nichts, sagte mir der Mann bei der bank, der in sein kleines Übersetzungsgerät spricht, da er schnell gemerkt hat, dass ich nicht viel verstehe. Also auf zum Bürgeramt, Nummer ziehen und lange warten. Eigentlich ein universelles Konzept auf Ämtern dieser Welt denke ich. Besonders der Teil mit den Nummern. Und dem langen warten. Als ich dann wieder bei der Bank war, hieß es, dass ich einen Termin reservieren muss, um ein Konto zu eröffnen. Warum hat er mir das nicht vorher gesagt? Da ich aber natürlich typisch ich nicht aufgeben wollte, bin ich noch zu zwei weiteren Banken. Die eine hatte beschlossen die Bankschalter früher als angegeben zu schließen und die zweite meinte es würde ZWEI STUNDEN dauern, bis man ein Bankkonto eröffnen kann… und da ich kein Japanisch kann soll ich zu einer Bank die Englisch kann. Warum der ganze Stress? Ich habe von der Uni in Japan ein Stipendium angeboten bekommen! Aber natürlich nur mit einem Bankkonto in Japan… und mehr Unterschriften und Stempeln jeden Monat. Was sonst.
Ansosnten war ich letzte Woche bei der Einführung der Spray- und Farbwerkstatt in Toride, also wieder ein Tagesausflug. Aber es war interessant mal eine Gasmaske anzuziehen und wie in Japan mit den Wrkstatteinführungen umgegangen wird. Ich finde es immer super, dass es sehr praktisch ist und man selbst Dinge macht, um sie zu verstehen.
Es gab letzte Woche auch nicht so viele Fotos, da ich viel Video aufgenommen habe für mein Projekt in der Uni. Ich möchte die Viseoaufnahmen als Inspiration nutzen, um kleine Skizzencollagen zu machen, die ich dann im Holzdruck umsetze.

IMG_20220417_143842

Flohmarkt in Tokyo City

Am letzten Wochende war ich auf einem Flohmarkt in der International Hall in Tokyo City. Ich fand all die visuellen Eindrücke, alles was der Flohmarkt zu bieten hatte unglaublich interessant. Ein Flohmarkt spiegelt für mich immer die Kultur und Vergangenheit eines Landes wieder, Leute verkaufen, was sich bei Wohnungsauflösungen oder auf dem Dachboden angefunden hat. Angeboten wird aber auch vieles, was der aktuellen Nachfrage entspricht. Auf diesem Flohmarkt waren es insbesondere Kimonos und Stoffe. Was diesen Flohmarkt entscheidend von dem auf der Rennbahn unterscheidet ist, dass die Menschen hier auf der Suche nach dem Besonderen sind und nicht nach einem Schnäppchen.

IMG_20220412_125544_b

Die erste Woche

Die erste Woche Uni ist schon vorbei! Es war eine schöne Woche voller neuer Eindrücke, aber auch eine Woche der Verwirrungen und Missverständnisse. Alles muss sich erst noch sortieren… Ich hatte am Montag bereits meine erste Präsentation zu meinem Thema „Capture the Moment“ in der Designfakultät, wir sollten unsere ersten Ideen zu dem Thema präsentieren. Dabei waren die Professoren sehr offen und haben eher den Eindruck gemacht, als ob alles in Ordnung und unterstützenswert ist. Ich habe mich dazu entschieden, in einem festgelegten Zeitraum Video und Fotoaufnahmen vo Tokio und den Menschen die dort leben zu machen, sobald mir etwas auffällt, was ganz anders ist als bei uns oder ich es auf eine andere Art interessant finde. Diese Aufnahmen möchte ich dann auswerten und mich für einen Moment entscheiden, den ich dann künstlerisch aufarbeite. Welcher Moment das sein wird oder was ich daraus mache ist noch offen,

Ansonsten ist jetzt klar, dass ich leider keinen Unterricht im Handwerksdepartment in den Werkstätten machen kann, das Designdepartment ist hier eher wie Kommunikationsdesign angelegt. Ich werde trotzdem versuchen so viel wie möglich in die Werkstätten zu gehen! Am nächsten Dienstag bekomme ich eine Einführung in die Werkstätten in Ueno. In dem zweiten Campus der Geidai war ich diese Woche auch schon zwei Mal. Einmal um den Weg zu finden, den ich unglaublich kompliziert fand, da alle Buspläne nur in Kanji-Schriftzeichen geschrieben waren. Außerdem wusste Google nichts von dem Bus, der direkt zum Campus fährt und ich bin irgendwo im Nirgendwo gelandet. Dank der Hilfe der Mitarbeiter der Uni und von Jannis bin ich dann aber doch noch mit viel Verspätung im Campus eingetroffen. Das Wissen konnte ich dann gleich am nächsten Tag anwenden, wo ich eine Einführung in die Holzwerkstatt bekommen habe. Ich mochte den Campus, trotz seiner Lage sehr abseits in Tokio,  sehr gerne. Die Stimmung hat mich sehr an die Burg erinnert. Schade, dass Bahn fahren hier so teuer ist…

Fest steht jetzt auch, dass ich Japanischunterricht von der Uni bekomme, was super ist! So kann ich mir die Sprachschule sparen. Ich habe das Gefühl auch immer noch nicht viel Japanisch im Alltag zu verstehen und sprechen zu können. Außerdem habe ich heute mitbekommen, dass ich auch zwei Vorlesungen zu Japanischer Kultur und Kunst besuchen kann, ich bin sehr gespannt auf die Inhalte!

IMG_20220409_160243

Zeichnen im Yokoami-cho Park

Dieser Beitrag ist vom 09. April, wo ich eigentlich einen etwas ruhigeren Tag machen wollte, aber natürlich wieder viel zu viel unterwegs war… Ich war wie im Zeichen der letzten Tage recht müde. Mit dem Fahrrad war ich also erstmal bei einem Kaffeeshop namens „Sunrise Espresso“, wo sie ihren Kaffee selbst rösten. Ein kleines feines Cafe, der Kuchen war auch super lecker! Ich finde es generell sehr gut, dass fast alles in Japan wenig Zucker enthält, so ist selbst im Kuche mindestens 50% weniger Zucker als bei uns.
Angekommen im Park habe ich seit Ewigkeiten mal wieder gezeichnet, es war sehr schön. Ich fand es schade, dass ich meine Farben zu Hause vergessen habe, um die Szenerie einzufangen. Im Anschluss war ich noch etwas mit dem Konsumwahnsinn im Daiso beschäftigt, ich habe ein paar Sachen für meinen Alltag im share House erworben und mir alles angesehen, was ich interessant fand. Ich verbringe zu viel Zeit in solchen Läden!
Voller Eindrücke bin ich dann ins Share Hose zurück und habe mich noch etwas mit meiner Uniaufgabe beschäftigt. Am Montag gibt es eine erste Präsentation, ich bin schon gespannt und etwas aufgeregt, weil ich mir noch nicht richtig vorstellen kann, wie die Ansprüche sind und ob ich auch alles richtig verstanden habe. Aber wie immer mache ich mir bestimmt zu viele Gedanken. Spannend wird es in jedem Fall!

IMG_20220410_132549

Flohmarkt auf der Rennbahn

Heute führte mich mein Weg zum Oi Racecourse Flohmarkt, der auf der Parkfläche der Pferderennbahn in Tokio stattfindet. Alles ist unglaublich chaotisch, alle Leute sind bereit in Haufen von Klamotten oder Schmuck zu wühlen, um einen Schatz zu finden. Ich habe mich heute eher von der Stimmung des Flohmarkts tragen lassen und habe nicht wirklich etwas gekauft, bis auf einen Aufnäher. Ansonsten haben mich besonders die antiken japanischen Gegenstände beeindruckt, von Glücksbringernvon Schreinen, Skulpturen und Geschirr. Es gab auch ein paar Essenststände mit gebratenen Nudeln und Hähnchenspießen. Insgesamt wirkte der Flohmarkt aber eher wie ein Schnäppchenmarkt als mit dem Fokus auf hochwertige Gegenstände.
Der Flohmarkt liegt etwa eine Stunde mit dem Zug von meinem Share House entfernt, als ich mit dem Monorail Zug Richtung Haneda Flughafen gefahren bin, fand ich die ungewohnte Perspektive aus dem Zugfenster besonders ansprechend, ich hoffe es gefällt euch auch!
Nach dem Flohmarkt wollte ich eigentlich nach Hause laufen, war dann aber so müde und fand die Umgebung nicht sehr spannend, sodass ich nach einer halben Stunde mit dem Zug zurück zur Oshiage (Skytree) Station zurückgefahren bin. Dort hatte ich mein Fahrrad das erste Mal in einer Fahrradgarage abgestellt, als ich nach circa drei Stunden zurück gekommen bin musste ich 300 Yen bezahlen, ich fand das rcht teuer. Das nächste Mal werde ich bestimmt wieder laufen oder in einer anderen Station einsteigen. Alles am Skytree ist relativ teuer, wahrscheinlich weil es eine so große Touristenattraktion ist und weil dort ein sehr großes Shoppingcenter angeschlossen ist. Eigentlich kann man auch hoch auf den Skytree, aber das kostet circa 20 Euro. Ich werde in den nächsten Wochen mal schauen, ob es auch kostenlose Plattformen zum Blick über Tokyo gibt.

IMG_0253

Die Magie von Studio Ghibli

Mitaka ist im westlichen Randbereich von Tokio gelegen und zu Hause des Studio Ghibli Museums und des schönen Inokashira Parks. Ich hatte das Glück beides heute zu besuchen! Die Karten für das Ghibli Museum zu bekommen war unglaublich kompliziert, weil die Karten derzeit nur für Japaner verkauft werden. Aber nach einer Menge Google Translate und einem japanischen Google Account bin ich doch zu der Karte gekommen und das war es definitiv Wert. Das Museum hat mich mit seiner liebevollen Einrichtung und verliebtheit zum Detail verzaubert. Fast alle Räume waren so eingerichtet, als ob man den Arbeitsplatz der Zeichner von Studio Ghibli besuchen würde, sodass ein sehr lebendiges und reales Gefühl eingetreten ist. Die Wände waren mit einer Menge sehr schöner Entwurfszeichnungen und Malereien der Ghibli Filme vollgehangen, Bücherregale, Zeichenmaterialien, Bleistiftreste in großen Gläsern und eine Menge Figuren sowie Spielzeug machten die Szenerie lebendig. Es gab auch zwei Räume, in denen manuelle Animationen gezeigt wurden, Maschinen die durch manuelles oder automatisches Drehen und Lichtblitze die Figuren und Zeichnungen zum Leben erweckt hat. Leider durfte man nirgendwo im Gebäude Fotos machen. Daher hier an dieser Stelle nur Bilder von der Außenseite des Gebäudes. Jeder der die Chance hat sollte dieses Museum unbedingt besuchen! Ich habe mir aber ein Artbook und ein super schönes Kinderbuch aufJapanisch gekauft, welches die Szenerie des Museums abbildet.Insgesamt ist das Museum sehr verwinkelt und wirkt an sich wie ein Ghibli Film oder ein großer Spielplatz. Ein Highlight für die Kinder war denke ich der große, kuschelige Katzenbus in den die Kinder rein konnten und darauf rumgeklettert sind.

IMG_20220406_125041 - Kopie

Mit dem Fahrrad durch Tokio!

Gestern war ich das erste Mal mit dem Fahrrad in Tokio unterwegs! Nach ein paar Mal verfahren, etwas Unsicherheit beim Rechtsabbiegen im Linksverkehr und der gefühlten Waghalsigkeit Autos, die in zweiter Reihe parken, zu überholen bin ich an meiner Uni angekommen. Bei der Einführungsveranstaltung habe ich nicht viel verstanden, desto froher war ich über eine Mitarbeiterin der Uni, die mir das Wichtigste auf Englisch übersetzt hat. Es gab zwei Projekte zur Auswahl, für die ich mich entscheiden konnte. Insgesamt gibt es zwei Projekte pro Semester nicht nur eins, anders als bei mir zu Hause an der Burg, wo es immer nur ein Projekt pro Semester ist. Mein Projekt wird die ersten vier Monate „Capture the moment!“ sein, wo es darum geht in unserer Zeit der Beschleunigung und Medienüberfluss den Moment hervorzuheben oder zu konservieren. Insgesamt darf man sehr frei arbeiten. Ein weiterer Unterschied zu meinem Studium zu Hause ist, dass die ganze Uni ein Thema hat und es in den jeweiligen Departments anders umgesetzt wird. Was mich sehr gefreut hat ist, dass es direkt auf dem Campus ein Geschäft für Kunstbedarf und einen Convinience Store gibt! Sowas fehlt definitiv bei uns an der Burg!
Nach der Einführung habe ich mich kurz in ein Cafe gesetzt, um die Eindrücke zu verarbeiten und um eigentlich was zu essen. Leider hatte das Cafe fast alles ausverkauft. Ich habe mich dazu entschlossen einen ersten Eindruck von dem nicht allzu weit entfernetn Asakusa zu bekommen, wo ich unbedingt mal hin wollte! Dort habe ich das erste Mal japanisches Fastfood im Lokal gegessen – Katsudon mit einem kleinen Salat und Suppe. Anschließend war ich kurz im Don Quiote, dem günstigen, engen und mit Produkten überfluteten Konsumtempel. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich die Besuche in dem Laden immer etwas stressig finde. Beeindruckzt hat mich aber in jedem Fall der große Fisch im Aquarium vor dem Laden!

IMG_0190

Meiji Schrein und ein Fahrrad

MHeute wollte ich unbedingt den bekannten Meiji Schrein mit der wunderscönen Parkanlage sehen. Der Meiji Schrein ist ein Shinto Schrein, der dem Geiste des Herrschers Meisjis gewidmet ist.
Nach dem Besuch des Schreins bin ich durch die Ruhe des Parks zum Yoyogi Recycling Center gelaufen, dass nicht weit entfernt vom Schreib liegt. Mein Ziel war es eigentlichein Fahrrad zu kaufen, da aber die Fahrräder fast genau so teuer waren wie ein neues Fahrrad im Großmarkt bei mir um die Ecke habe ich nach einer Kaffepause Bedenkzeit mich dazu entschieden das neue Fahrrad zu kaufen. Auf dem Weg nach Hause habe ich einen Abstecher in ein paar Second Hand Kleidergeschäfte unternommen, es hat sich wie mitten im Szeneviertel Shinjuku angefühlt, der Second Hand Laden war auch recht teuer. Aber ich habe dennoch zwei neue alte Sachen gekauft. Als ich dann im Olympic angekommen bin war es kurz vor Ladenschluss des Fahrradgeschäfts, mit Händen und Füßen sowie meinem schlechten Japanisch bin ich dennoch zu meinem neuen Fahrrad gekommen! Das Fahrrad bekommt in Japan eine Nummer aufgeklebt und wird vom Fahrradladen bei der Polizei registriert, wenn der Service angeboten wird. Insgesamt werden Fahrräder ein bisschen mehr wie Autos gesehen, ein Fahrrad kann zum Beispiel auch gegen eine Gebühr abgeschleppt werden, wenn es falsch geparkt wird. Bisher bin ich nur ein kleines Stück mit dem Fahrrad zu mir nach Hause gefahren, ich bin gespannt wie es sich morgen auf dem Weg zu meinem ersten Tag in der Uni machen wird. Der Linksverkehr ist nach wie vor sehr gewöhnungsbedürftig für mich!

IMG_0143

Happy Birthday!

Happy Birthday Charlotte! Heute war ein super sch;ner Tag! Aber das kann ich bisher über alle vergangenen Tage sagen… Ich war heute den ganzen Tag unterwegs, dass ich alleine war hat mich nicht groß gestört. Ich bin heute nur zu Fuß in der Umgebung meines Share House unterwegs gewesen. Dabei führte mein Weg zuerst zum Kameido schrein, den ich unglaublich schön fand. Es umgibt den Schrein eine Parkanlage mit Wasser und kleinen roten Brücken. Ich habe mich heute das erste Mal getraut vor dem Schrein zu stehen, ein Geldstück einzuwerfen und zweimal in die Hände zu klatschen und mich zu verbeugen. So habe ich es zumindest bei anderen gesehen, die sich vor dem Schrein eingefunden haben.
Anschließend bin ich zum Handwerksgeschäft Yuzawaya gelaufen, ich wollte unbedingt etwas zum Sticken kaufen. Ich hatte in letzter Zeit große Lust eigene Aufnäher zu machen. Ich bin gespannt wie das wird, ich habe vor japanische Motive umzusetzen. Vielleicht wird es einer der schönen Gullideckel der Stadt.
Ein Zwischenstopp bei Muji im Cafe war auch dabei, dort habe ich einen Umschlag auf gemacht, den ich von meinen Mitbewohnerinnen vor meiner Abreise bekommen habe. Super lustige Collagen über unser WG Leben haben die beiden zusammengestellt, mich hat das sehr glücklich gemacht. Danke!!
Da heute mein Geburtstag ist, habe ich mir einen Restaurantbesuch in einem japanischen Restaurant gegönnt! Es war mal wieder so, dass ich mein ganzes Japanisch vergessen habe vor lauter Aufregung!! Aber es war alles irgendwie machbar, da das Restaurant Bilder im Menü hatte, bestellt wird über ein Tablet am Tisch, alles hoch modern. Ich hatte mich für Tempura mit Reis und Misosuppe entschieden. Eigentlich war ich dann schon satt aber ich wollte unbedingt noch das Dessert probieren. Eine interessante Schichtung aus Grünteegelee, Mochi, Bisquit, Matcha Eiscreme, Sahne und Azuki Bohnen. Etwas herb aber ich mochte es sehr gerne. Auf dem Weg nach Hause war ich noch im Shoppingcenter am Tokio Skytree. Dort besuchte ich den Shonen Jump Shop. Der Weg nach Hause war super windig und regnerisch, ich bin gerade sehr froh, dass ich meine nassen Sachen abgelegt habe und im Trockenen bin.

Liebe Charly, mögen unzählige japanische Kirschblüten dein Haar säumen, mögen Senseis vor dir niederknien, ...ich gratuliere dir von ganzem Herzen zum Geburtstag im Land der aufgehenden Sonne.. Küsse und Umarmungen an dich. <3<3<3

  • Janka

IMG_20220403_160250

Die Stadt der Schirme

Regenwetter in Tokio – eigentlich wollte ich heute ein Fahrrad bei einem Recyclinghof kaufen. Als ich vor die Tür treten wollte, dachte ich es wäre doch keine so schlaue Idee ein Fahrrad zu kaufen, da ich mit dem Fahrrad aus Yoyogi zurück fahren müsste. Eine Regenjacke hatte ich auch noch nicht. Also beschloss ich heute einen Ausflug nach Ginza zu machen, um den Tokyu Hands Market zu besuchen, ein Gerschäft für Hobby und Handwerk, aber auch Einrichtung für den Haushalt. Ich verbrachte ziemlich viel Zeit in dem Geschäft, mich faszinieren einfach Procdukte im Ausland, sie sind für mich immer ein interessanter Spiegel der Gesellschaft und Kultur in einem Land. Vom Reiswaschlöffel bis hin zu geschickt gefalteten Beuteln, Miniwaffeleisen und Katzenspielzeug gab es einfach super viele spannende Sachen! Beim Reislöffel habe ich ernsthaft überlegt, aber wir haben einen davon im Share House und ich werde mal schauen, wie er sich bewährt. Ich bin jetzt jedenfallserstmal ein paar Souveniers reicher und stolze Besitzerin einer Regenjacke zum Fahrrad fahren!
Ansosonten bin ich nur noch etwas durch Ginza geschländert, besonders fasziniert war ich davon, dass ausnahmslos alle einen Schirm dabei hatten und dass sich die Schirme trotzdem alle kaum berührt haben. Ich bin immer wieder überrascht wie in Tokio so viele Menschen zusammenleben und so viel Rücksicht aufeinander nehmen. Ginza an sich ist eher eine schicke Gegend, alles ist teuer und etwas glamurös, es gibt eine Menge Sternegastronomie und teure Bekleidungsgeschäfte.

Ansonsten habe ich heute einen super netten Mitbewohner meiner Unterkunft kennengelernt, Ses kommt aus Malaysia und wohnt schon zwei Jahre in dem Share House. Er konnte ziemlich gut Englisch und ich war froh mal wieder etwas mit jemandem reden zu können. Er hat mir heute gezeigt, wie der Reiskocher funktioniert, ich war etwas unbeholfen beim ersten Mal. Aber das Daibutsu mit Ei ist super geworden!